The town of Grimma in Saxony/ East Germany was hit by a flood catastrophe in August 2002. It had been the worst ever recorded. The consequences residents had to deal with are clearly to be seen in the below images.
A major problem causing these circumstances is that parts of the town were built right in the floodplains of the river Mulde during the times of the Middle Age.
But then! – despite all experiences made over the centuries, building in the floodplains goes on. The last three pictures refer to the new police headquarter for West Saxony. In the second last photograph you can recognise the close proximity to the river and in its middle left part a glimpse of the suspension bridge which’s situation in 2002 is described in an picture above. In the abstract this would be the very first building of the town standing under water in case of a new flood. Officials tend to blame the people of the Middle Age for the problems. But what about the people of the 21st century?




Im August 2002 wurde die Stadt Grimma/ Sachsen von einem Hochwasser heimgesucht, welches sicher noch jedem in Erinnerung ist. Die obigen Bilder zeigen nur einen Teil der verheerenden Auswirkungen.
Aber!



Trotz der einschlägigen Erfahrungen wurde unmittelbar ins Überflutungsgebiet der Mulde das neue Polizeipräsidium für Westsachsen gebaut. Ein zuvor von der Russischen Garnison als Hospital genutztes Gebäude, wurde zu diesem Zweck grundhaft saniert und weitere Gebäugekomplexe, quer zur Flussrichtung, hinzugefügt (drittletztes Bild, blauer Block, links vom Hauptgebäude). Das vorletzte Bild verdeutlicht die Nähe zur Mulde und lässt im linken Bildteil die Hängebrücke erkennen, welche weiter oben in der Situation 2002 gezeigt wird. Rein theoretisch wäre das Polizeipräsidium nun das erste Gebäude von Grimma, welches bei einem erneuten Hochwasser unter Wasser stehen würde.
Gefragt, warum sich nun ausgerechnet Naturschützer an diesem Bauwerk beteiligen (ökologische Baubegleitung) und diesem Projekt einen scheinbar ökologischen Stempel aufdrücken, antwortete mir ein Mitarbeiter der Ökologischen Station Borna u.a.: “… Schuld seien die Menschen im Mittelalter gewesen, welche Teile der Stadt unmittelbar ins Überschwemmungsgebiet des Flusses gebaut hätten. …”. Dieses Argument beruht auf einer wahren Tatsache. Fraglich erscheint mir dabei, ob wir nun im 21. Jahrhundert immer noch die selben Fehler machen müssen wie die Leute aus dem Mittelalter?
Sei noch hinzugefügt, dass große Teile des unmitttelbar an den Fluss angrenzenden Stadtviertels in Zukunft von einer monströsen Mauer von der Mulde abgegrenzt werden sollen. “Wir müssen die Natur respektieren!”, hört man den Bürgermeister der Stadt sehr oft behaupten.